Töten für Briefmarken
Spannende Geschichten hört man aus der Welt der Philatelie eigentlich selten. In dieser Mordgeschichte geht es um den legendären Sachsendreier, eine Marke, die zwischen 1850 und 1867 im Umlauf war. Sie war seinerzeit die erste im Königreich Sachsen und ist wohl eine der bekanntesten und meistgefälschten Briefmarken in Deutschland.
Auch wir betätigten uns als Fälscher und veränderten den ursprünglichen Text auf der 3-Pfennig-Marke für einen Entwurf.
Der Verlag sich aber letztlich für die alternative Gestaltung, bei der wir die Briefmarke mit weiteren in eine kleine Zigarettendose legten. Auch die Dose ist authentisch, sie enthielt ursprünglich in den 1920er Jahren »Cigaretten« der Dresdner Marke »August der Starke«.
Mit dem Motiv geriet der Titel etwas dichter und rätselhafter und ist somit auch schneller als Kriminalroman erkennbar.
Der Sachsen-Dreier-Mord. Kriminalroman
Hardcover. 12,5 x 21 cm
Foto: Buchgut, Berlin
Die Briefmarke »Sachsendreier« wurde in Leipzig 500.000 mal (in acht Auflagen auf insgesamt 25.000 Bogen zu fünf mal vier Briefmarken) gedruckt.
Heute gibt es noch etwa 3.000 bis 4.000 Stück, ungestempelt sind wenige »Sachsendreier« erhalten geblieben.
Der Marktpreis der Marke liegt angeblich heute bei etwa 3.500 Euro, abgenutzt soll man sie wohl auch günstiger bekommen können...
25. September 2008