»Kurios bis bizarr«
Spiegel Online zum »Krimi des Monats«: »Ein Rollstuhl als Illustration eines Buches, das ›Freakshow‹ heißt, ist eine geschmacklich zumindest verwunderliche Entscheidung, auch wenn man weiß, dass früher schon die Coverfotos zu Jörg Juretzkas Krimis kurios bis bizarr mit dem Titel konkurrierten: Zuletzt bleckte ein Gebiss aus dem Zahnlabor auf dem Umschlag von ›Rotzig & Rotzig‹ (2010). Dabei waren die abgebildeten Kauleisten natürlich nicht mit dem schönen Titel gemeint, der en passant den schnoddrigen Ton und überdrehten Stil von Juretzkas Krimireihe in der Dopplung gut traf. Sondern vielmehr zwei freche Bengel, die aus den Fängen eines Menschenhändlerrings befreit werden mussten. Das Thema greift Juretzka in der ›Freakshow‹ wieder auf und verknüpft es mit Autodiebstahl, Gewaltpornos und christlichem Fundamentalismus auf eine abenteuerliche Weise, die Grafiker für alle Zeit von der Pflicht zum Inhaltsbezug beim Gestalten seiner Bücher befreien sollte. Kurios bis konfus, bizarr bis bescheuert ist der zehnte Krimi von Jörg Juretzka, und sozusagen doppelrotzig obendrein, was vor allem auf das Konto seines Ermittlers Kristof Kryszinski und seiner Erzählweise geht.«
Hardcover mit Schutzumschlag, 12,5 x 21 cm
7. September 2011
»Ein kurzes Klischee ist besser als eine lange Erklärung, warum man es nicht verwendet hat.«
(Jörg Juretzka)